Überblick über die erhaltenen Anlangen vom früheren Bw Köln Nippes
Überblick über die erhaltenen Anlangen vom früheren Bw Köln Nippes

Zu Besuch im RIM und FEK im früheren Bahnbetriebswerk Köln-Nippes

(21.09.2014)

Seit 1992 wird das Bw Köln-Nippes vom Rheinischen Industriebahn-Museum, dem Freundeskreis Eisenbahn Köln und einem Feuerwehrverein genutzt.

Das Bw Köln-Nippes wurde bereits im Jahr 1914 erbaut. Das Bw liegt allerdings im Stadtteil Bilderstöckchen und erhielt den falschen Namen wegen der Zugehörigkeit zum Rangierbahnhof Nippes. Daher wurden hier in erster Linie Güterzugloks beheimatet. Hier waren vor dem Krieg Loks wie eine G8 beheimatet. Nach dem Krieg dominierten Baureihen wie die 50er oder auch 55er im Bw. Die Entwicklung von Rangierloks wie die Baureihe V60 oder Güterzugloks wie die V100 und V160 führten später zur Ablösung der Dampfloks. Im Jahr 1975 endete hier das Kölner Dampflokzeitalter. In den 50er Jahren waren auch Dieseltriebwagen wie der *Gläserner Zug* (VT 90 500) oder VT06 (SVT vom Typ *Fliegender Hamburger*) einst hier beheimatet. Im Jahr 1991 kam es schließlich zur Schließung des Bahnbetriebswerks aus Rationalisierungsgründen. Die Loks wurden nach Deutzerfeld abgegeben.

1992 zogen drei Vereine in die Hallen ein. Jetzt sind hier kleinere Industriebahnloks, die Rheingold Express Wagen aus verschiedenen Epochen (der 1928er Luxuszug als auch der neue DB Reisezug aus dem Jahr 1962) und zahlreiche Feuerwehrwagen zu Hause. Die Stadt Köln stellte bereits im Jahr 1996 die Lokhallen, die gesamte Gleisanlage einschließlich Drehscheibe und Lokbehandlungsanlagen (Kohlebansen, Besandungsanlage und mehr) unter Denkmalschutz. Mangels finanzieller Unterstützung durch die Stadt leben die Vereine nur durch Mitgliederbeiträge und Spenden. Der FEK fährt regelmäßig mit den betriebsbereiten Fahrzeugen in ganz Deutschland und benachbarten Ländern und vermietet sie auch, um die Unterhaltungskosten zu finanzieren.

Der Erhalt der Gebäude ist schwierig. Einerseits muß alles wegen des Denkmalschutzes erhalten werden. Andererseits müssen die Vereine alles alleine bezahlen. Und die DB würde das Gelände sehr gerne verkaufen und dazu alles vorher abreißen. Das die Bahn wie bei anderen Museum ebenso die Anschlußgleise und -weichen an das normale Streckennetz gerne reduziert, erschwert die Verdienstmöglichkeiten der Vereine zusätzlich. Arbeiten wie das regelmäßige Zurückschneiden der Vegetation werden daher zurückgestellt. Jenseits der regelmäßig genutzten Gleise konnte sich so eine eindrucksvolle Vegetation entwickeln. Die Fotos zeigen - sofern nicht anderes angegeben - den Zustand des Geländes am 20.09.2014.



Weitere Links zum Thema :
  • 1962er Rheingold Express
    Am 6.9. und 7.9.2013 war ein dreiteiliger Rheingold Express Rund-um-Köln unterwegs. Start und Ende war das RIM in Köln.


Website-Artikel teilen: Facebook * Twitter * google+


Blick auf die Besandungsanlage (20.09.2014)
vermutlich die Überreste einer kleinen Bekohlungsanlage mit Blick auf die große Lokhalle (20.09.2014)
der Museumswasserkran vor den 4 Rheingold Express Wagen aus dem Jahr 1928 (20.09.2014)
Blick auf die kleine Halle, die nur vom FEK für Rheingold Express Wagen genutzt wird (20.09.2014). Im Hintergrund ist ein Güterschuppen zu sehen, dessen Dach zum Teil zusammengefallen ist (20.09.2014)
Bick auf das FEK Vereinsheim, den 1928er Rheingold Express ... und zahlreiche Bäume (20.09.2014)
die Seitenansicht der Lokhalle (20.09.2014)
die Rückansicht der großen Lokhalle - rechts ist die Drehscheibe sichtbar (20.09.2014)
die zugewachsene Drehscheibe (20.09.2014)
Steuerung der zugewachsenen Drehscheibe (20.09.2014)
die Seitenansicht der Lokhalle - im inneren ist weiterhin eine einsatzbereite Schiebebühne (20.09.2014)
die Rückseite der große Lokhalle (20.09.2014)
Bick auf das FEK Vereinsheim, den 1928er Rheingold Express ... und zahlreiche Bäume (20.09.2014)

mehr Landschaften-Artikel